Prost!  

Beitrag zur Deregulierung des Energy-Drink-Absatzmarktes

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Energy-Drink-Generika

Stadtleben | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Man wähnte sich der Adoleszenz und der damit einhergehenden Leichtsinnigkeit entwachsen, und meinte, dass Energiegetränke ein abgeschlossenes Kapitel, vor allem ein ökologischer Wahnsinn seien. In Zeiten erhöhten Wachsamkeitsbedarfs wurde man wohl oder übel wieder darauf aufmerksam und wunderte sich, dass die Urmutter aller Drinks - Red Bull - damals schon unverhältnismäßig die Geldbörse beanspruchte. Also drängt sich die Frage auf: Was können die Billig-Energydrinks, die den Markt überschwemmten, um ein kleines Stückchen Hoheit zu ergattern? Beginnen wir mit Burn der Coca-Cola-Company: Ein stechend süßer Geschmack breitet sich in Windeseile über die Papillen in Richtung Gehirn, das ein negatives Signal sendet, was wiederum simultan in einen bitteren Nachgeschmack übersetzt wird. Rote, billige Flüssigkeit, die ihre Weckdienste gründlich, weil mit dem Vorschlaghammer tut. Vorteile: hält zuverlässig wach und ist sehr billig.

Greift man auf die Produkte der Billigmarken S-Budget oder Clever zurück, sollte man unbedingt die zuckerfreie Variante wählen, weil sich der stechende Geschmack in Kombination mit dem hohen Zuckergehalt sehr unangenehm am Rachen anfühlt. Vorteil: billig, da man hier gänzlich auf Image verzichtet, was auf diesem Sektor maßgeblich den Preis bestimmt. Der zuckerfreie Drink Blue Bear von Spar kommt dem Flavour des Referenzgetränks von Red Bull erstaunlich nahe. Einziger Nachteil: etwas teurer, aber immer noch deutlich billiger als der original rote Bulle. MS


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