Für eine Handvoll Euro

Steiermark | Nachschau: Donja Noormofidi | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Ein halbes Jahr Bettelverbot: Was wurde aus den Grazer Bettlern?

Jan Olah bettelt Passanten nicht um Geld an, er hält ihnen keinen Pappbecher unter die Nase, er ist jetzt Zeitungsverkäufer. Der Mann aus dem slowakischen Bezirk Rimavská Sobota hat rund elf Jahre in Graz gebettelt, doch seit Mai ist das in der Steiermark gesetzlich verboten. Würde Herr Olah beim Betteln erwischt werden, drohten ihm Strafen von bis zu 2000 Euro. Also hält er den Leuten nun vor einem Supermarkt in Straßgang die Straßenzeitung Global Player entgegen, so bekommt er keine Probleme mit der Polizei. Manche, zu wenige, kaufen ihm die Zeitung um 2,50 Euro ab, er selbst muss sie um 1,25 Euro kaufen. Seine Stammkunden drücken ihm aber, auch wenn sie keine Zeitung kaufen, gelegentlich ein paar Münzen Trinkgeld in die Hand.

Vor einem halben Jahr trat in der Steiermark ein verschärftes Bettelverbot in Kraft. Es wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ beschlossen, seither ist laut Paragraf 3a des Landessicherheitsgesetzes


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