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Messefeeling, die Vierte: die Stadt als Lesebühne

Lexikon | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Die Buchmesse Buch Wien samt angegliederter Lesefestwoche mag im Vergleich zur Frankfurter und auch Leipziger Buchmesse unbedeutend sein. Doch es kommen mehr und mehr deutsche Verlage sowie auch solche aus anderen Ländern. Vom Publikum wurde die Buch Wien als breiter angelegte Nachfolgerin der Buchwoche im Rathaus sowieso schnell akzeptiert. Jetzt ist es wieder so weit. Als Vorspiel und Begleitmusik zur Messe startet am Montag die Lesefestwoche (7. bis 13.11.), bei der die ganze Stadt zu einer Lesebühne mit zahlreichen Veranstaltungen für alle Altersstufen wird. Die Eröffnung bestreitet der so großartige wie streitbare deutsche Autor und Denker Navid Kermani. Er liest am Montag (7.11.) im Akademietheater zusammen mit Ensemblemitgliedern aus seinem dicken neuen Roman "Dein Name“. Tags darauf wird Klaus Nüchtern mit dem Staatspreis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Am Mittwochabend eröffnet der griechische Autor Petros Markaris, der mit "Faule Kredite“ den Roman zur Griechenlandmisere vorgelegt hat, die Buch Wien (Besuch nur mit Einladung). Ab Donnerstag findet dann in der Halle D der Messe Wien die eigentliche Messe statt (10. bis 13.11). Rund 280 Aussteller sind auf 8000 Quadratmetern präsent. Neben Lesungen und Buchpräsentationen sind Diskussionen, Vorträge und Workshops angesetzt. Die ausgestellten Bücher können natürlich auch vor Ort erworben werden. Als Neuerung gibt es eine FM4-Bühne, auf der kleine, unabhängige Verlage ihre Autoren präsentieren. Der Eintritt zur Messe kostet sieben Euro, mit Ermäßigung 4,50 Euro. Die Familienkarte schlägt mit 15 Euro zu Buche, Kinder bis 14 haben freien Eintritt. Die meisten Veranstaltungen außerhalb der Messe im Rahmen der Lesefestwoche finden bei freiem Eintritt statt. SF

Lesefestwoche in ganz Wien, ab Mo (bis 13.11.),

Messe Wien, Do 9.00-18.00 (bis 13.11.)


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