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Eine Countryband, die den Punk im Herzen trägt

Lexikon | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Als sich die Mekons 1977 im britischen Leeds gründeten, waren sie eine Punkband wie viele andere: rumpelig, ungestüm - und hochgradig dilettantisch. Ihr Schmäh hob sie aber bereits mit der 1978 veröffentlichten Debütsingle vom Gros der Kollegen ab: "Never been in a riot!“, skandierten sie und zeigten dem martialischen "White Riot“ der Clash damit die lange Nase. Vom Punk als Musikstil verabschiedeten sich die Mekons mit Beginn der 80er, nicht aber von Punk als Haltung. So haben sie sich als anarchisch-rebellische Countryband neu erfunden, sie haben Folk und Rock gespielt, mit der Schriftstellerin Kathy Acker zusammengearbeitet und auch die Kunstwelt gestreift. Ihre Leidenschaft und Kreativität hat sich das Bandkollektiv dabei über all die Jahre bewahren können, wie das exzellente neue Album "Ancient & Modern“ zeigt. GS

Chelsea, Do 21.30


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