Neu im Kino

Der Komet kommt: von Triers "Melancholia“

Lexikon | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Anlässlich des Kinostarts von Lars von Triers "Melancholia“ stand irgendwo zu lesen, dass das ein großer Witz sei, dass ein depressiver Regisseur mit einer depressiven Hauptdarstellerin einen Film über den Weltuntergang inszeniert hat. Ist es aber gar nicht, sondern das Gegenteil. "Melancholia“ ist eine tiefernst vorgetragene Passionsgeschichte in zwei Teilen. Im ersten kann man hauptsächlich Kirsten Dunst dabei zusehen, wie es ihr nicht gelingt, ihr eigenes Hochzeitsfest nicht zu desavouieren. Im zweiten Teil blickt Charlotte Gainsbourg als Schwester der Braut angsterfüllt dem herannahenden Planeten Melancholia entgegen, der als riesiger blaugrüner Ball die Welt zu verschlucken droht. Dass das Ende naht, weiß man nach wenigen Bildern einer mit Wagner-Musik unterlegten, grandiosen Ouvertüre, der das große Finale in nichts nachsteht. MP

Derzeit in den Kinos (OmU im Votiv)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige