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Steinwendners Regiedebüt "Wienerinnen“ (1952)

Lexikon | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Episodenfilm um das Schicksal von vier Wiener Mädeln, der seinerzeit als heimische Form von Neorealismus apostrophiert wurde: "Wienerinnen“ von Kurt Steinwendner, zeitweise auch mit dem Titelzusatz "Schrei nach Liebe“ versehen. In Episode 2 bringt Edith "Wer will mich“ Klinger Wirklichkeit und Fiktion durcheinander und flippt aus, weil sich ihr Puppenspielkollege, der junge Karlheinz Böhm, einer anderen zuwendet. Episode 4 atmet rauere und leicht anrüchige Wiener Luft - Strizzis, Huren, Friedhof der Namenlosen, Radeln am Donauufer -, mithin: ein Alzerl realistisches Lokalkolorit inmitten aller franko-josephinischen Zuckerwatte der 50er-Jahre. Es spielen Heinz Moog, Hilde Rom, Kurt Jaggberg, Hans Putz, Maria Eis u.a. Wiederaufführung zum Auftakt einer Regisseur Steinwendner gewidmeten Retrospektive des Filmarchivs. MO

Metro-Kino, Sa 16.30 u. Mo 20.30


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