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Siodmaks Remigranten-Film "Die Ratten“ (1955)

Lexikon | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Um ihre trostlose Ehe zu retten, täuscht eine Kleinbürgerin (Heidemarie Hatheyer) eine Schwangerschaft vor, präsentiert ihrem grobschlächtigen Mann (Gustav Knuth) das Baby eines verzweifelten Flüchtlingsmädchens (Maria Schell) und setzt damit eine Kettenreaktion menschlicher Tragödien und Gewalttaten in Gang. Regisseur Robert Siodmak, nach dem Krieg auf längeren Umwegen aus Hollywood nach Deutschland zurückgekehrt, aktualisiert Gerhart Hauptmanns naturalistisches Drama "Die Ratten“ als Film noir im Berlin der 50er-Jahre: ein bisserl deutscher Expressionismus, ein bisserl Trümmerfilm - und leider ein bisserl arg viel große deutsche Schauspielkunst. Ein respektabler Film, dennoch. Und immerhin spielt der Curd Jürgens auch noch mit! MO

Bellaria, Fr 15.45


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