Kommentar

Aus dem Burgtheater darf kein Red-Bull-Theater werden!

Kultursponsoring

Wolfgang Kralicek | Falter & Meinung | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Ein Energydrinkhersteller aus Fuschl erobert die Welt. Die Formel 1 dominiert Red Bull bereits, im Fußball kann es sich nur noch um Jahrzehnte handeln. Jetzt ist die Hochkultur dran: Mit der Berliner Performance "Red Bull Flying Bach“ - einem Crossover aus Breakdance und dem "Wohltemperierten Klavier“ - wurde voriges Jahr eine internationale Erfolgsproduktion finanziert, die demnächst auch in Wien zu Gast ist.

Spielort ist allerdings nicht die Stadthalle oder das Museumsquartier, sondern das Burgtheater. Warum auch nicht? Herr Mateschitz bezahlt bestimmt eine saftige Miete, und in Zeiten wie diesen muss sogar das Burgtheater aufs Geld schauen.

Zumindest symbolisch ist das - übrigens bereits ausverkaufte - Gastspiel problematisch. Das Burgtheater wird ja nicht deshalb hoch subventioniert, damit die Republik einem Getränkekonzern eine repräsentative Spielstätte zur Verfügung stellen kann. Das Geld ist dazu da, damit dort Theater gemacht werden kann, das ohne Subventionen nicht finanzierbar

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