Kolumne  

Der Zerfall des Euro - derweil als politische Science-Fiction

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Zu einem chaotischen Zerfall des Euro darf es nicht kommen. Das ist die Botschaft des längsten Gipfelmarathons in der Geschichte der Europäischen Union. Die finanzielle Absicherung Griechenlands wird teuer. Aber die Quarantäne für den "Failed State“ im Südosten bannt vorerst die Ansteckungsgefahr für den Rest des Kontinents. Dass der Euroschutzschirm EFSF Finanzmittel von weit mehr als 1000 Milliarden Euro bewegen wird, katapultiert ihn in die gleiche Liga wie die amerikanischen Finanzinstrumente von 2008, die einen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems verhindert haben.

Finanztechnisch sind das deutliche Schritte der Integration. Schließlich galt ursprünglich noch die berüchtigte "No bail-out“-Klausel, wonach kein Eurostaat die Schulden anderer übernehmen darf, als das Nonplusultra der Finanzpolitik. Allerdings: Anders als in den USA steckt hinter der Finanzalchemie keine Bundesregierung, sondern ein lockerer Bund von 17 Staaten mit launischen Parlamenten.

Trotz des finanztechnischen

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