Nachgesehen  

Politik | Sahel Zarinfard | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Prostitutionsgesetz neu: "Öffnet den Gürtel für die Prostitution!“

Westbahnhof, Ecke Felberstraße. "Hier werden bald keine Prostituierten mehr stehen dürfen“, sagt Birgit Hebein, Wiener Grünen-Gemeinderätin. Ab 1. November erlaubt das neue Prostitutionsgesetz Prostitution nur noch außerhalb des Wohngebietes. Allerdings kann die Polizei zusätzliche Erlaubniszonen verordnen. "Die Kriterien für diese Zonen sind ganz klar: Sie müssen öffentlich gut erreichbar sein, die Autos müssen zufahren können, ohne den Verkehr zu behindern, und zum Schutze der Frauen müssen die Zonen ausreichend beleuchtet sein“, sagt Hebein. Deshalb macht sie sich dafür stark, dass Prostituierte am Grütel stehen dürfen. "Der Gürtel ist seit Jahrzehnten erprobter Ort für Prostitution. Es scheitert bisher nur an einigen Bezirksvorstehern“, sagt Hebein. Die Grüne hat auch "unangetastete“ Bezirke im Auge: "Der erste Bezirk könnte für Prostitution geöffnet werden. Anscheinend kann man dort aber nicht sachlich über Sex und Prostitution reden“.


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