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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Wie haben wichtige Medien über den Euro-Rettungsschirm berichtet? Die deutschen Zeitungen von der Bild bis zu den Qualitätsmedien behandelten das Thema in den letzten Wochen auf den Titelblättern und mit ausführlichen Analysen.

Was hatte Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung vergangenen Mittwoch, dem Tag der Entscheidung in Europa, zu vermelden? "De Falotten soll der Teufel holen“, lautet der Text zum Titelbild der Kronen Zeitung. Auch so kann man die Euro-Krise also abhandeln. Dieser Satz stammt nicht aus der Feder von Krone-Chefredakteur Christoph Dichand. Sondern vom Sänger Hubert von Goisern, der dies laut Krone-Titelblatt auf "Finanzhaie und die Euro-Krise“ gemünzt und damit "das Lebensgefühl einer ganzen Generation“ getroffen habe. Im Blattinneren sagt der Alpensänger etwas ganz anderes: "Es wäre schade, wenn dieses Europa jetzt zerbricht.“ Aber es wäre ja nicht die Krone, würde über derartige Unschärfen in der Berichterstattung nicht nobel hinweggesehen.


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