Frau Gülgün, wo waren Sie so lang?

Medien | Porträt: Sibylle Hamann | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Ani Gülgün-Mayr ist das Gesicht des neuen Senders ORF 3. Hieße sie Anni Mayr, sie wäre wahrscheinlich schon früher entdeckt worden

Hoffentlich stirbt uns keiner mehr“, sagt Ani Gülgün-Mayr. So etwas sagt man nicht immer aus Sorge um die Gesundheit anderer Menschen, sondern manchmal aus purem Eigeninteresse. Etwa wenn man gerade Nachrufe für den Jahresrückblick schneiden muss. Die Redakteurin sitzt im Schneideraum, die drei Computerbildschirme vor sich aufgefaltet wie ein Triptychon, sie zeigen Liz Taylor in der Rolle der Kleopatra. Liz Taylor, Bernd Eichinger, Peter Falk, Loriot - die Toten sollen reichen für heuer, zumindest bis zum Tag der Sendung.

Sie arbeitet routiniert, obwohl sie diesen Job erst seit drei Wochen macht; sie ist entspannt, obwohl die Tage lang geworden sind in letzter Zeit. Recherchieren, schreiben, Bänder heraussuchen, dazwischen ein bisschen PR; jeden Donnerstag und Freitag, um 20 Uhr, steht sie dann, als Anchorwoman von "Kultur heute“, auch noch vor


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