"Du Oasch“ war nicht schlecht. Der Nino aus Wien kann aber weit mehr

Feuilleton | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

 Nino Mandl war 21, als er Ende 2008 sein erstes Album veröffentlichte. Ob man es hier mit einem frühreifen Künstler oder doch mit einem spätpubertären Spaßvogel zu tun habe, war auf den ersten Blick schwer zu sagen. "Der Nino aus Wien ist das bislang vor der Welt verheimlichte Enkerl von André Heller und Nico“, schrieb sein Label Problembär im Pressetext zu "The Ocelot Show“.

Tatsächlich konnte man Mandls Lieder durchaus als Heller-Parodie missverstehen. Bei genauerem Hinhören zeigte sich aber: Der meint das ernst - und er weiß nicht nur über André Heller, sondern auch über Lo-Fi-Homerecordingpop und Antifolk Bescheid. Hinter der vordergründigen Schrulligkeit offenbarten sich auf interessante Weise klapprige Lieder, die mit großer Ernsthaftigkeit blödelten ("Spinat Song“), um im nächsten Moment scheinbar beiläufig poetische Reflexionen zum Erwachsenwerden abzuliefern, die nicht zuletzt durch ihre ganz eigene Sprache überzeugten ("Es geht immer ums Vollenden“).

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