Von Höllenmaschinen und Höhlenmenschen

Feuilleton | Filmkritik: Michael Pekler, Joachim Schätz | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Ausgrabungen an schwer zugänglichen Orten: neue Dokumentarfilme von Werner Herzog und Volker Sattel

Bevor die Kamera in das Dunkel eintaucht, genießt sie noch einmal das Licht. Zwischen Weinstöcken hindurch nähert sie sich einer hoch über den Wald aufragenden Felswand, um schließlich selbst in luftige Höhen aufzusteigen. Vielleicht ist das aber auch jener Weg, den 1994 eine Gruppe von Hobbyforschern beschritt, als diese im südfranzösischen Flusstal der Ardèche nach Eingängen in das Innere des Berges suchte.

Die Höhlenforscher, darunter Jean-Marie Chauvet, fanden tatsächlich einen schmalen Spalt in der Wand, aber zunächst nichts weiter Außergewöhnliches, wie Werner Herzog im eingesprochenen Kommentar erzählt. "Aber dann, tief im Inneren, fanden sie das hier.“ Und nun sieht man zum ersten Mal nicht nur die ältesten derzeit bekannten Höhlenmalereien der Welt, sondern mit "Die Höhle der vergessenen Träume“ einen der außergewöhnlichsten Dokumentarfilme der letzten Monate.


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