Von der Selbsthilfe zum Pflegefall


Geburtstagsständchen: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 44/11 vom 02.11.2011

Das Künstlerhaus begeht seinen 150. Geburtstag. Am ehemaligen Sitz der Malerfürsten residiert heute das Kunstprekariat

Als das Bild kam, standen die Leute vor dem Künstlerhaus Schlange. Hans Makarts Monumentalgemälde "Venedig huldigt Catarina Cornaro“ war die Sensation der Saison 1873. Zwei Galeristen mieteten das Künstlerhaus um 50.000 Gulden (umgerechnet 175.000 Euro) an und machten trotz dieser Wahnsinnssumme ein gutes Geschäft. Allein der Verkauf der Reproduktionen von Makarts Blockbuster spielte die Mietkosten ein.

Von solchen Erfolgen kann Peter Bogner, Kunsthistoriker und Generalsekretär der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler, nur träumen. Er muss mit jährlich 543.000 Euro an öffentlichen Subventionen sein Auslangen finden; das ist gerade einmal das Dreifache der Makart-Miete. 150 Jahre nach ihrer Gründung lädt die Gesellschaft am 11. November zu einem Gschnas, das die Krise in seinem Kostümthema trägt: "Untragbar“.

Seit Jahren dümpelt der historistische

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