Ein Fest des Kinderfilms

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Das Internationale Kinderfilmfestival bietet zehn Tage lang Kino für junges Publikum

Wenn Sang-Woo seine Großmutter in den südkoreanischen Bergen besucht, bringt er sein eigenes Essen mit. Beim Anblick eines Käfers springt das Stadtkind aus Seoul hysterisch zur Seite, und werden die Batterien seines Gameboys leer, bricht die Welt zusammen. So beginnt der Film "Jiburo“, in dem ein Siebenjähriger in die Obhut seiner stummen Großmutter gegeben wird, während seine alleinerziehende Mutter Arbeit sucht. Mit verspielter Kameraführung beobachtet Regisseur Jeong-Hyang Lee, wie es der alten Dame mit fast übermenschlicher Geduld gelingt, ihren nicht selten garstigen Enkel aufzutauen.

Der wundervoll kantige und warmherzige "Jiburo“ ist allen Großmüttern gewidmet und passt damit perfekt in das Spezialprogramm des 23. Internationalen Kinderfilmfestivals, das vom 12. bis 20. November in Wien stattfindet: Neben den elf Filmen im Hauptprogramm bilden vier Produktionen eine Hommage an die "Großen

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