Kritiken

Sterbt schneller, Romeo und Julia!

Lexikon | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Es ist erst vier Jahre her, dass Shakespeares "Romeo und Julia“ im Burgtheater zuletzt Premiere hatte. Sebastian Hartmanns romantisch-ironische Inszenierung hat damals aber eigentlich nur dem Falter-Kritiker gefallen, weshalb die im Vorfeld schriftlich befragten Abonnenten auch nichts dagegen hatten, dass das Stück jetzt schon wieder auf die Bühne kommt. Regisseur David Bösch inszeniert die Liebestragödie als speedigen, aufgekratzten Teenagerspaß mit zwei süßen Hauptdarstellern (Yohanna Schwertfeger und Daniel Sträßer), fetzigen Fechtszenen, neckischen Wasserpritscheleien und einer schönen Nummer von The Notwist, die immer wieder angespielt wird. Nach zweieinhalb Stunden ist der Spaß vorbei, Romeo und Julia sind tot, und der Falter-Kritiker befindet sich wieder in der Minderheit. Diesmal in jener, die nicht so begeistert ist. WK

Burgtheater, Di, Mi 19.30


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