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Lichts Liebeslieder: Viel zu früh und immer wieder?

Lexikon | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Mit "Lieder vom Ende des Kapitalismus“ und "Melancholie und Gesellschaft“ legte der Kölner Sänger PeterLicht zwei deutschsprachige Popmeisterstücke vor. Auf dem neuen Album "Ende der Beschwerde“ verabschiedet er sich von Protestsongs und wagt einen Schritt hin zu süffigem Pop. Das erinnert an Blumfelds Kehrtwendung mit "Old Nobody“, als Jochen Distelmeyer plötzlich Liebeslieder sang. Tatsächlich verhält es sich hier ähnlich kompliziert wie in jenem Fall. Auch ein an A-ha gemahnender Lovesong wie "Wir sollten uns halten“ oder das an die Pet Shop Boys angelehnte "Begrabt mein iPhone an der Biegung des Flusses“ sind nicht frei von Tief- und Hintersinn. Und "Sag mir wie ich beginnen soll“ sticht und kratzt überhaupt wie die Goldenen Zitronen. Live werden sich die neuen Stücke bestimmt gut in Lichts Liederbuch integrieren SF

Schauspielhaus, Fr, Sa 20.00


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