Glosse 

Rassismusvorwurf gegen Pippi: Wo bleiben die Tierschützer?

Langstrumpf-Affäre

Falter & Meinung | Nina Horaczek | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Jetzt hat es die Pippi wieder erwischt. Die Ikone der Unangepassten, die sich ihre Welt macht, wie es ihr gefällt, steht am Pranger. "Rassismusvorwurf gegen Pippi Langstrumpf!“, titelte Bild online. Und wärmt damit eine Debatte aus dem Vorjahr auf. Dabei hat der Verlag Pippis Papa, der in Afrika als N****-König lebte, wegen Rassismus-Vorwürfen schon 2009 in einen "Südseekönig“ verwandelt. Nun heißt es in der Bild, eine "rein weiße“ Pippiwelt entspreche nicht der heutigen Realität. Immerhin hätte jedes dritte Kind Migrationshintergrund. Das stimmt. Aber abgesehen davon, dass im Kriegsjahr 1941, als Pippi erfunden wurde, Multikulti nicht der große Renner war - wo bleiben die Tierschützer? Ein Pferd am Balkon ist alles andere als artgerecht. Und die Meerkatze Herr Nilsson im Anzug eine einzige Tierquälerei.


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