Johannes Hahn bleibt also ein Doktor. Die Uni würde seine Diss heute dennoch "nicht annehmen“

Politik | Bericht: Stefan Apfl | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Die Stimmen verstummten, das Klirren der Gabeln und Messer hörte auf. In der Stille ließ sich am Gesichtsausdruck des EU-Kommissars ablesen, wie leid er diese Frage schon war, die ihn selbst nach Brüssel verfolgte: "Würden Sie nach einer Aberkennung Ihres Doktortitels von Ihren Ämtern zurücktreten?“

Drei Wochen ist es her, dass der Ex-Wissenschaftsminister Johannes Hahn diese Frage bei einem Mittagessen mit österreichischen Journalisten mit den Worten "Ich schließe eine Aberkennung aus“ beantwortete.

Vergangene Woche präsentierte Rektor Heinz Engl jenes Gutachten über die Arbeit ("Die Perspektiven der Philosophie heute - dargestellt am Phänomen Stadt“), das die Uni Wien in Auftrag gegeben hatte: "Johannes Hahns Dissertation ist kein Plagiat.“

Seit mehr als vier Jahren, also lange bevor das Licht des deutschen Politpopstars Karl Theodor zu Guttenberg unter seinem erschwindelten Doktorhut verglomm, war die wissenschaftliche Qualität von Hahns Dissertation Gegenstand einer


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