"Ich geniere mich für keinen meiner Filme“

Feuilleton | Interview: Michael Omasta Michael Pekler | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Ein Gespräch mit Jeremy Thomas, dem Produzenten des Cronenberg-Films "A Dangerous Method“

Der neue Film von David Cronenberg ist der Albtraum eines jeden Hollywoodianers. "A Dangerous Method“ (deutsch: "Eine dunkle Begierde“) ist ein Kostümfilm. Die drei Hauptfiguren sind historisch verbürgt: Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Sabina Spielrein. Keine ist ein ausgemachter Trottel. Und es wird viel geredet. Auch über Sex. Aber davon sieht man bei Cronenbergs asketischer, am Tempo klassischer B-Pictures geschulter Inszenierung fast nichts.

Um solche Filme realisieren zu können, noch dazu mit Stars wie Viggo Mortensen und Keira Knightley, braucht es Leute wie den Produzenten Jeremy Thomas, einen der letzten großen Unabhängigen des internationalen Kinos. Bei der Viennale wurde der gebürtige Engländer, der seit 30 Jahren im Geschäft ist, mit einem Tribute geehrt.

Falter: Wir haben Sie vergangenen Juli bei den Dreharbeiten im Café Sperl gesehen. Stimmt es also gar nicht, dass Produzenten


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