Thomas Frank und Haiko Pfost kritisieren die Verwässerung der Theaterreform

Feuilleton | Analyse: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Vor zwei Wochen erschien im Falter ein Essay, in dem Uwe Mattheiß analysiert, was aus der Theaterreform geworden ist. Das kulturpolitische Projekt war 2003 mit dem Ziel gestartet worden, die Wiener Off-Theater-Szene qualitativ besser und international sichtbarer zu machen.

Eine der zentralen Forderungen der Reform war die Schaffung von "Koproduktionshäusern“ - also international vernetzten Institutionen für die freie Szene. Gesagt, getan: Mit Brut wurde 2007 Wiens erstes Koproduktionshaus gegründet, und das durchaus erfolgreich. Mattheiß aber hatte sich darunter offenbar etwas anderes vorgestellt. Als "Franchiseversion eines Berliner Modells der 90er-Jahre“ bezeichnet er Brut in seinem Essay.

Thomas Frank und Haiko Pfost, die künstlerischen Leiter von Brut, waren zwar tatsächlich in Berlin engagiert, halten diese Etikettierung aber dennoch für unfair. "Wir haben unser Konzept sehr speziell für diese Stadt entwickelt, 70 Prozent des Programms werden von Wiener Künstlern bestritten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige