Ohren auf  

Verlass uns bitte nie, oh Beislanarchie!

Sammelkritik: Altes und Neues aus dem österreichischen Rockuntergrund

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Gut Ding braucht bekanntlich Weile. Im Fall von Chuzpe wurde diese Weile zu einer mittleren Ewigkeit: 1977 als erste Punkband Wiens gegründet, sollten 34 Jahre vergehen, bis ihre frühen Aufnahmen nun regulär auf einem Album erscheinen. Veröffentlicht vom italienischen Label Rave Up Records ( www.raveuprecords.com), enthält die LP "Anarchy Bla Bla“ zwölf zeitlose Kracher im Zeichen der beherzt gedroschenen drei Akkorde, wobei die Band um Robert "Räudig“ Wolf in Liedern wie "Braune Nostalgie“, "Terror in Klein Babylon“ oder "Beislanarchie“ nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre zynischen, in breitestem Wienerisch vorgetragenen Texte überzeugt: "Beislanarchie, wir klammern uns an sie, verlass uns bitte nie, oh Beislanarchie!“ Die Linernotes auf dem Backcover zitieren übrigens aus einem uralten Falter-Artikel. Sehr schön!

"Kantine“ ist ein ungleich uncoolerer Künstlername als "Räudig“, Thomas Pronai trägt ihn aber mit Würde. Der burgenländische Musiker


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige