Neue Bücher 

Feuilleton | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Kurz besprochen: Musik in Buchform und Musiker als Buchautoren

Country

Steve Earle: I’ll Never Get Out of This World Alive. Roman. Deutsch v. Gunnar Kwisinski. Blessing, 384 S., € 20,60

Steve Earle ist ein großer US-Coun-trysänger. Von den Konventionen des Genres hält er wenig, von politischem Aufbegehren dafür umso mehr. Sein Romandebüt hat Earle nach dem bekanntesten Song eines noch weit größeren Countrysängers benannt, des 1953 verstorbenen Hank Williams. Der verfolgt Doc in "I’ll Never Get Out of This World Alive“ als zynischer Geist. Doc ist ein heroinsüchtiger Arzt ohne Zulassung, der sich anno 1963 in einem texanischen Kaff mit illegalen Abtreibungen durchschlägt und nur für den nächsten Schuss lebt - bis die junge Mexikanerin Graciela auftaucht, sein Leben verändert und letztlich auch Hank Williams zur Ruhe kommen lässt.

Der Stoff klingt so kitschig wie ein schlechter Countrysong. Doch Earle formt daraus eine packende Erzählung über Spiritualität, Schuld und


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