7 Sachen die Sie über den WEIHNACHTSMARKT eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Diese Woche ist Eröffnung. Warum denn schon? Anfang November ...?! Gnade!

Gnade waltet hier nicht vor Recht! Das Recht des Kindes auf den verlängerten Advent, das Mehr an Vorfreude und das Recht der Wirtschaft auf Haus, Hypothek, Tafelsilber und die Seele. Und das alle Jahre wieder ...

Seit wann gibt es diesen vorweihnachtlichen Kaufrausch denn?

Offiziell seit 1296. In jenem Jahr durften Händler mit Erlaubnis von Albrecht I. einen Dezembermarkt abhalten. Dabei ging es aber nicht um kollektives Glühweinsaufen und Kitschkaufen, sondern darum, sich mit Nahrungsmitteln einzudecken. Im 16. Jahrhundert hieß er Thomasmarkt und wurde zur Weihnachts- und Neujahrszeit abgehalten.

Was gab es dort zu kaufen?

Überlebensnotwendiges für den Winter: Lebensmittel, Stoffe, Kleidung. Erst mit der Zeit kamen regionale Spezialitäten wie Lebkuchen und diverse Bäckereien hinzu.

Das war also noch gar kein richtiges Weihnachten wie bei uns heute?

Weihnachten mit Geschenken und all dem Schnickschnack kam erst im Biedermeier auf.

Was änderte sich dann?

Ab da gab es den gleichen Firlefanz wie jetzt: Rauschgoldengel, versilberte Nüsse, Lametta. Dieses Zeugs. Also noch kein iPad, -Pod, -Phone oder so.

War der Christkindlmarkt denn immer vorm Rathaus?

Gar nicht. Der wanderte durch die Stadt; war auf der Freyung, am Hof, sogar am Neubaugürtel und vorm Messepalast. Erst seit 1975 wird er am Rathausplatz aufgebaut. Aber mittlerweile gibt es ja ohnehin an jeder Ecke einen Christkindlmarkt.

Aber keiner ist so groß wie der echte!

Drei Millionen Besucher und145 Hütten sind nicht zu schlagen.


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