Wien, wo es isst  

Mollard-Grund: kein rosa-lila Grätzel, aber immerhin

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 45/11 vom 09.11.2011

Fast 30 Jahre gibt es die Rosa Lila Villa jetzt schon, 1982 ein Eklat, mittlerweile selbstverständlich. Und vor ein paar Jahren wirkte es sogar so, als könnte sich in dem Grätzel rundherum eine lesbisch-schwule Szene etablieren, immer wieder machten queere Lokale auf. Sie überlebten allerdings nie lange, wie die Mollardgasse generell einen etwas unbelebten Eindruck vermittelt.

Pongau, Irland, Wien

Wir beginnen die Tour am östlichen Ende, wo die Kaunitzgasse in rasanter Talfahrt auf die Magdalenenstraße trifft und wo seit 16 Jahren das Salzberg an der Stelle des früheren Gasthauses Geyer zu finden ist. Die ursprünglich zumindest in Nuancen feststellbare Ambition, salzburgerisch zu kochen, wurde unter den neuen Besitzern auf ein kaum mehr wahrnehmbares Maß reduziert, es herrschen die untilgbaren Bierlokal-Favoriten, immerhin werden Pongauer Kasnocken gemacht, gewissermaßen die USP des Lokals, und zwar mit geräuchertem Kugelkäse aus Kalch bei Werfen.

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