Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Stefan Apfl | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Als Wolfgang Zwander vormittags in Joop-Zwirn gekleidet mit einer Flasche Sekt in der Hand bei der Tür hereingellte, da wussten wir, der Euphorisierte, der gleich einen halben Liter Schaumwein über den Büroboden von Armin Thurnher verschäumen würde, war ab sofort Herr MMag, ein Doppelmagister, ein ganz und gar Gstudierter also. Und wir wussten auch, dass der Rest des Tages uns Kopfschmerzen bereiten würde.

Das kommt jetzt öfters vor, es muss am Monat November liegen. Auch als am vergangenen Dienstag die halbe Falter-Mannschaft abends im Bildungsministerium aufmarschierte, weil Klaus Nüchtern seiner Kritikerkompetenz und Alliterationsaffinität wegen zum Staatsakt erklärt wurde, war klar: Morgen wird nicht lustig.

Irgendwann, nachdem wir uns zu Nüchterns Weihen am Wein gelabt und das Ministerinnenbüro unsicher gemacht hatten, fand sich eine Splittergruppe planlos über den Graben tänzelnd vor Michael Jeannées Hund wieder. Die Schlagzeile vor Augen verboten wir uns den ersten Impuls. Stattdessen taten wir es dem Hunde gleich und streunten in die nächste Bar.

Was soll man sagen? Vielleicht, dass die Schnäpse irgendwann in betörend großen Gläsern serviert wurden, dass irgendjemand beinahe lachend erstickt wäre, dass es sich also zu einem Fiasko auswuchs.

Als wir tags darauf in das Büro von Ingrid Brodnig und Joseph Gepp stolperten, die beide just denselben Tag ihren Geburtstag nennen, war es gewiss: All das muss am Monat November liegen, und wir, wir können ihm nicht entfliehen, selbst wenn wir wollten, nicht.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige