Kommentar

Abstieg aus der Champions League: Das 21er Haus ist eröffnet

Kulturpolitik


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Das 21er Haus ist offen. Der Kunstpavillon in der Nähe des alten Südbahnhofs wurde im Eiltempo saniert und erweitert. Zu verdanken ist die Rettung dieses Denkmals der Nachkriegsmoderne der Belvedere-Direktorin Agnes Husslein, die damit ihren großen Gestaltungswillen unter Beweis stellte.

1962 wurde das Gebäude als Museum des 20. Jahrhunderts eingeweiht. Der Gründungsdirektor Werner Hofmann baute eine kleine Sammlung moderner Kunst auf und nutzte das demonstrative Desinteresse der Kulturpolitik, um neue Ausstellungsformen zu erproben. Im 20er Haus fanden legendäre Shows von Architekturgruppen wie Haus-Rucker-Co statt, später traten hier Bands wie die Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF) auf.

Daher hat das 20er Haus, das jetzt 21er Haus heißt, einen beinahe mythischen Ruf - als Ort des Aufbruchs und der nachgeholten Moderne. Von diesem Image kann das Museum so lange leben, bis die Eröffnungsparty vorüber ist. Aus museumspolitischer Sicht stellt das Projekt nämlich keine Meisterleistung

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