Drah di ned um, das Triple A geht um

Falter & Meinung | Kommentar: Markus Marterbauer | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Statt gegen die zu hohe Staatsschuld vorzugehen, reden staatliche Instanzen die Herabstufung des Landes herbei

Das Virus der europäischen Staatsschuldenkrise breitet sich beständig aus und erfasst ein Mitgliedsland nach dem anderen. Gegenwärtig wird das Exempel mit Italien durchexerziert, und das Bild gleicht verdächtig dem, was man in Griechenland seit Anfang 2010 beobachten konnte.

In einem Mitgliedsland mit ineffizientem öffentlichem Sektor und Steuersystem steigen infolge der von Banken und Finanzmärkten ausgelösten Wirtschaftskrise Budgetdefizit und Staatsschulden kräftig. Daraufhin machen Gerüchte die Runde, dass die Bedienung der Staatsschuld die Wirtschaftskraft überfordern könnte.

Die Ratingagenturen stufen das Land herab, die Zinssätze für Staatsanleihen steigen und damit auch die Zinsbelastung des Budgets. Die Europäische Kommission fordert rasche Sparbemühungen, um die Märkte zu beruhigen. Die durchgeführten Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen schwächen jedoch


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