Denn sie wissen nicht, was sie tun

Politik | Analyse: Marianne Kager | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Wenn die Währungsunion vor der Zerreißprobe steht, dann deshalb, weil Europas Führer viele schwere Fehler begangen haben. Vier Beispiele

Sieht man sich genauer an, welche Beschlüsse die EU-27 und die G20 seit Beginn der Griechenlandkrise getroffen haben, so kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Man ist gar gewillt zu glauben, die Welt der Spitzenpolitik habe mit der "realen Welt“ da draußen nicht mehr viel gemein.

Dabei hat es zunächst gar nicht so schlecht begonnen, wie eine kursorische Zusammenfassung zeigt: Auf die Finanzkrise des Jahres 2008 hat die europäische Politik beherzt reagiert. Man hat die Banken abgeschirmt und mit Garantien ausgestattet; nicht weil die an der Krise unschuldig waren, im Gegenteil: um Schlimmeres zu verhindern.

Der darauf folgenden Rezession sind Europas Regierungen mit großzügigen Konjunkturpaketen begegnet. Die konnten zwar die Rezession nicht verhindern, doch zumindest das Schlimmste abwenden.

Beides kostete natürlich Geld, viel Geld. Aber Europa


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