Der Fritz mit dem weichen Kern

Politik | Porträt: Wolfgang Zwander | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Beamtengewerkschaftsboss Fritz Neugebauer kokettiert mit seinem harten Image, um seine Klientel zu versorgen

In Gewerkschaftskreisen wird in diesen Tagen ein alter Witz aufgewärmt, der sinngemäß so geht: Die Dinosaurier hätten nicht aussterben müssen, wenn sie nur klug genug gewesen wären, Fritz Neugebauer als ihren Interessenvertreter zu bestimmen.

Seit 1997 steht der ÖVP-Veteran an der Spitze der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), und er vertritt seine Klientel, die mehr als 230.000 Mitglieder der Beamtengewerkschaft, so erfolgreich, dass sein Name vielen als Synonym gilt für Beton und Blockade. Seit 2008 ist der 67-jährige "Meister Njet“, wie ihn die nennen, die nicht seine Freunde sind, als Zweiter Nationalratspräsident zumindest protokollarisch der drittmächtigste Politiker im Land.

All jene, die glaubten oder hofften, Neugebauer könnte sein hohes Amt als politisches Altenteil benutzen, wurden vergangene Woche enttäuscht. Auf dem GÖD-Kongress im Wiener Austria Center


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