"Wir müssen die Macht der Finanzindustrie brechen“

Politik | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Der Friedensnobelpreisträger und Ökonom Muhammad Yunus über Profitstreben, Kredithaie und die Kritik an seinem Lebenswerk

Muhammad Yunus war in Wien, um am "Global Social Business Summit“ teilzunehmen. Die Konferenz hatte zum Thema, ob und wie Unternehmen soziale, politische und ökologische Probleme lösen können.

Falter: Herr Yunus, warum soll ein Unternehmer Social Business betreiben, anstatt einfach nur möglichst viel Profit zu machen?

Muhammad Yunus: Ich habe nichts gegen Menschen, die einfach nur Geld verdienen wollen. Wir vom Yunus-Institut predigen auch nicht, dass die Unternehmer damit aufhören sollen. Social Business ist eine Idee, der jeder nachgehen kann, in dessen Kopf es Klick gemacht hat. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Anlage für altruistisches Verhalten in jedermanns Herzen findet, den meisten Menschen aber die Möglichkeit fehlt, es umzusetzen. Stellen Sie sich die Idee von Social Business wie eine Tür vor, durch die man einfach nur gehen muss. Einige müssen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige