Bir Kipferl istiyorum*

Politik | Bericht: Joseph Gepp | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Bäckereiangestellte dürfen mit Kunden nicht Türkisch und Serbisch sprechen

Eigentlich spricht Ayse Kurtaran** fließend Deutsch. Aber manchmal sei es für Kunden leichter, in der Muttersprache zu reden, sagt sie. Zum Beispiel, wenn ein alter Mann, im Deutschen unsicher, auf Türkisch frage, was er denn bei Diabetes oder Nussallergie essen könne. Antwortet ihm Kurtaran auf Türkisch, räuspert sich ihr Filialleiter jedoch mit Missfallen. "Er sagt zu mir: ‚Du kennst doch die Regel: Türkisch mit Kunden zu sprechen, ist nicht erlaubt‘“.

Kurtaran, die ihren Namen aus Angst um den Job nicht in der Zeitung lesen will, arbeitet in einer Filiale der Bäckerei Mann in einem Bezirk mit vielen Migranten. Was sie sagt, bestätigen auch Kolleginnen: Eine Sprachregelung verbiete es Mann-Mitarbeiterinnen, Türkisch und Serbokroatisch mit Kunden zu reden.

Spricht jemand die Verkäuferinnen in Zuwanderersprachen an, müssen sie auf Deutsch antworten. "Das wird uns bereits bei der Einstellung und


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