Wie die Menschheit zur Zivilisation gefunden hat

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Die Welt ist schlecht? Aber nein, sie wird immer besser, behauptet Steven Pinker in seiner Geschichte von Krieg, Mord und Totschlag

Man braucht nur den Nachbarn zu fragen oder die Oma im Supermarkt: Die meisten Menschen sind wohl instinktiv der Meinung, die Welt sei schlecht und es werde alles immer übler. Rohheit und Gewalt allüberall. Und war nicht gerade das 20. Jahrhundert eine schiere Gewaltorgie, mit Erstem und Zweitem Weltkrieg, Holocaust, Stalin- und Mao-Terror?

Alles nicht wahr, sagt jetzt Steven Pinker in seiner monumentalen Studie "Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit“. Pinkers Argument lässt sich knapp so zusammenfassen: Alles wird sukzessive besser. Kriege werden seltener und weniger mörderisch. Und auch innerhalb menschlicher Gesellschaften und im Alltag wird Gewalt mehr und mehr zur Seltenheit.

Pinker, der eigentlich als Neurowissenschaftler Berühmtheit erlangte, der also, salopp gesagt, immer der Frage nachgegangen war, wie denn die menschlichen Gehirne ticken,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige