Nächstes Jahr moderiert dann wahrscheinlich Sido

Im Raimundtheater wurden die Nestroy-Preise vergeben. Manche Künstler haben sie sogar persönlich abgeholt

Feuilleton | Reportage: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Dass Elfriede Jelinek, die eine kluge Laudatio auf Peter Turrini geschrieben hat, nicht persönlich auftreten würde, war zu erwarten. Dass aber auch vier der 13 diesjährigen Nestroy-Preisträger die Gala im Raimundtheater schwänzen, kommt dann doch etwas überraschend. Sogar die Gewinnerin des Publikumspreises, Eleonore Bürcher vom Tiroler Landestheater, ist verhindert.

Kleiner Trost für die Abwesenden: Sie haben nichts versäumt. Nach der letztjährigen Preisverleihung hatten einige Theaterleute Kritik am Nestroy geübt; auch deshalb gibt es heuer ein paar Neuerungen. Unter anderem wird erstmals ein Nestroy für die beste Aufführung aus den Bundesländern vergeben. Als ob die Veranstaltung nicht provinziell genug wäre.

Am prinzipiellen Problem der Veranstaltung hat sich nichts geändert: Die Nestroy-Gala will ein glamouröses Theaterfest sein, sie soll aber auch das Fernsehpublikum (der ORF überträgt - ein Widerspruch in sich - "zeitversetzt live“) unterhalten. Einer von drei


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