More fashion, please!

Feuilleton | Ausstellungsrundgang: Nicole Scheyerer | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Die Kunsthalle Wien zeigt die Liebesbeziehung zwischen Fotografie und Mode - in Kollektionen von gestern

So unterschiedliche Kreative wie der Popmusiker Boy George, die Modedesignerin Vivienne Westwood und der Maler Lucian Freud bewunderten seine schrillen Selbstinszenierungen. Leigh Bowery trat im London der 80er-Jahre in glamourös-grotesken Kostümen auf.

Dafür quetschte der Performer seine füllige Figur in hautenge Roben, aus denen sich prothesenhafte Ausbuchtungen stülpten. Mit Plateauschuhen, die Klumpfüßen glichen, stöckelte er durch den von ihm veranstalteten Club "Taboo“, posierte in Museen oder allein für die Kamera.

"Wir anderen nutzten Drag und Schminke, um unsere Makel und physischen Defekte zu kaschieren. Leigh machte sie zum Brennpunkt seiner Kunst“, schwärmte Boy George über diese radikalen Körpertransformationen, die übliche Drag-Queen-Auftritte weit hinter sich ließen.

Dank der inszenierten Studiobilder, die Bowery gemeinsam mit dem Fotografen Fergus Greer


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