Maria Ziegelböck über magere Models und die Pest Modeblogs

Feuilleton | Interview: Nicole Scheyerer | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

:: Maria Ziegelböck (39) ist Fotografin in vierter Generation. Was während der Fotolehre bei Mama begann, führte später zu Porträtaufnahmen etwa von Stars wie John Malkovich. Nach dem Studium bei Friedl Kubelka und einer Assistenz bei Elfie Semotan machte sich die Oberösterreicherin 1995 selbstständig. Seit 2004 lebt sie meist in Paris und fotografiert für Magazine wie Elle,Ten oder Blast.

Falter: In der Modefotografie gibt es viele Rückgriffe auf die eigene Geschichte. Ist das ein Beweis dafür, dass sie Kunst ist?

Maria Ziegelböck: Ich bin mir nicht sicher, ob Selbstreferenzialität schon genügt. Ich sehe den Kunstanspruch eher dann gegeben, wenn Fotografie etwas Neues generiert. Im Prinzip halte ich es aber mit F.C. Gundlach: Ein gutes Foto ist ein gutes Foto - keine Angst vor Oberfläche, keine Angst vor einer gewissen Beauty. In Wien wird Modefotografie ganz anders wahrgenommen als etwa in Paris. Während dort alles Kreative sofort als Kunst gilt, herrschen in Wien sehr


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