Bumm, bumm, bumm, bumm

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Die international beachtete Wiener Analog-Technoband Elektro Guzzi und ihr exzellentes zweites Studioalbum "Parquet“

Als Disco Mitte der 1970er-Jahre im Pop das Ruder übernahm, wurde die Basstrommel zum Motor der Musik. Für Schlagzeuger bedeutete diese Entwicklung, dass ihr rechter Fuß eine stetige Folge gleich getakteter Bassdrum-Schläge zu erzeugen hatte. Drummer agierten wie Maschinen, bis irgendwann Schlagzeugcomputer aufkamen und ihnen die Arbeit abnahmen.

In der Produktion von Popmusik setzte damit eine Rationalisierungswelle ein, die bis heute anhält. "Jeder kann elektronische Musik machen“, sprach Ralf Hütter von der deutschen Elektronikband Kraftwerk - nach einem ihrer Alben wird die Gruppe auch als "Menschmaschine“ bezeichnet - auf dem ersten Höhepunkt der Technobewegung in den 90er-Jahren bei Konzerten ins Mikrofon. Equipment wurde immer erschwinglicher und bald schon reichte ein PC aus, um halbwegs professionelle Aufnahmen zu fabrizieren.

Das wurde als Demokratisierung


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