Urbanes Betragen

Stadtleben | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Benimmfibel für Großstadtmenschen (41)

Herr G. fragt, ob er sich in der Abwesenheit eines Kollegen ungefragt an dessen Jausenreserve bedienen darf?

Sie sind also einer dieser Lebensmitteldiebe, deretwegen man im Büro nichts Essbares liegen lassen kann? Zumindest nichts, worauf man selbst spitzt. So einer, der einem schon in aller Früh den Tag vermiest, weil er einem das Obst fürs Morgenmüsli geklaut hat? So einer, der einem kaltschnäuzig die letzte Rippe der Notfallsschokolade wegfrisst, ohne für Ersatz zu sorgen? So einer, der den Nerv hat, täglich einen Apfel zu schnorren? Obwohl die Geschäfte geöffnet sind! Obwohl er nicht von Armut bedroht ist! Warum nur? Warum?!

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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