Die Zeit bleibt nicht stehen

Stadtleben | Analyse: Johann Skocek | aus FALTER 46/11 vom 16.11.2011

Die Vienna, die Alternative zu Austria/Rapid, kämpft mit Identitätsproblemen

Die Vienna ist ein altes Tier, das mehrere Leben lebt. Letzter Überlebender des Wiener Grätzel-Fußballs, Profiverein, Glaubensgemeinschaft, Nachwuchsbäckerei und Integrationsplattform. Sie ist der erste Fußballverein des Landes, wurde 1894 als First Vienna Football Club gegründet, und wenn sie auch früher schon mehrfach existierte, bringt sie mehrere hundert Jahre auf den Rasen. Zu sagen, dass die Vienna derzeit genau so spielt, wäre eine garstige Banalisierung. Zuletzt 1:4 beim Aufsteiger Blau-Weiß Linz, 2:3 daheim gegen WAC/St. Andrä. Die dritte Wiener Kraft schwächelt zum zweiten Mal in diesem Herbst.

Die Besten der Vienna gaberlten vor 80 Jahren ungefähr so beispielgebend wie Lionel Messi heute. 1931 gewann die Mannschaft den Mitropacup, die Champions League der Zwischenkriegszeit, der letzte Meisterpokal wurde 1955 in die Vitrine gestellt. Heute hat sie Mühe, ihre Profis aus den Ressourcen Döblings


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