Kolumne

Gewalt in Syrien: Es braucht Sanktionen statt eines Kriegs

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Außenpolitik

Der Reihe nach - das war die Hoffnung - würden die Protestbewegungen des Arabischen Frühlings die autoritären Regime zu Fall bringen und demokratische Verhältnisse schaffen. Inzwischen ist es Spätherbst geworden und nach dem Krieg in Libyen riskiert die Bewegung in Syrien, in einen veritablen Bürgerkrieg zu schlittern: Präsident Assad hat alle Vermittlungsversuche in den Wind geschlagen. Die internationale Gemeinschaft, die mit Mühe die Libyen-Intervention abgeschlossen hat, steht vor einem neuen Dilemma.

Die einzigen freien Wahlen haben in Tunesien eine islamistische Partei an die Macht gebracht. In Ägypten gefährden Unruhen die geplanten Wahlen, die in diesen Tagen beginnen sollten. Das Militär geht hart gegen laizistische und religiöse Demonstranten vor, die gegen den Versuch der Generäle protestieren, ihre Vorrechte auch in der neuen Verfassung zu verankern.

Der Sturz Gaddafis, der ohne die Nato-Unterstützung nicht möglich gewesen wäre, hat eine gespaltene


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