Alte Bekanntschaften


Bericht: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Neonazi Gottfried Küssel hat nicht nur Verbindungen in die rechtsextreme Szene in der BRD - sondern auch in die FPÖ

Manche Bekannte wird man schwer los. 1984 standen zwei junge Leute vor Gericht. Es war der erste große Neonaziprozess in der Zweiten Republik. Die beiden Burschen hatten rechte Prominenz neben sich auf der Anklagebank: ein deutscher Neonaziterrorist, der 1970 in Westberlin auf einen Sowjetsoldaten geschossen hatte und diesen schwer verletzte und der sich neben NS-Wiederbetätigung auch wegen Bombenanschlägen verantworten musste. Und einen österreichischen Wiederholungstäter, der laut Kurier einen Anschlag auf die US-Botschaft geplant hatte. Er soll auch mit der "Wehrsportgruppe Hoffmann“ in Kontakt gestanden sein, die für das Attentat am Münchner Oktoberfest 1980 verantwortlich war.

Neben derartiger rechter Prominenz fielen die unscheinbaren jungen Männer Michael W. und Gottfried Küssel kaum auf. Gemeinsam waren sie in den 70er-Jahren zuerst in der später verbotenen

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