Vom Antisemitismus zum Antiislamismus und zurück

Politik | Rezension: Nina Horaczek | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Der Rechtsextremismus-Experte Heribert Schiedel analysiert die neuen europaweiten Kooperationen der Parteien am rechten Rand

Wieso fährt der freiheitliche Parteivorsitzende Heinz-Christian Strache mit einer offiziellen Delegation ausgerechnet nach Israel? Und wie passt ein solcher Besuch in Jerusalem damit zusammen, dass die FPÖ gleichzeitig Kontakte zur ungarischen Jobbik, einer Partei, die einen offenen Antisemitismus pflegt, unterhält? Löst der Antiislamismus in der extremen Rechten gar den Antisemitismus ab?

Rechts der Mitte fand spätestens mit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001 ein Paradigmenwechsel statt. Wo früher der Jude das große Feindbild war, rückte plötzlich der Islam als vermeintliche Gefahr in den Mittelpunkt. Was den Rechten früher "der Türke“ war, wurde plötzlich zum islamistischen Glaubenskrieger umbenannt. Aber stimmt deswegen die Behauptung, dass der Moslem der neue "Jude“ der Rechten sei?

Betrachtet man das Phänomen auf europäischer


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