Und es ward Grün

Politik | Reportage: Stefan Apfl | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Vor 25 Jahren zogen erstmals acht Grüne ins Parlament ein. Wie beurteilen sie heute ihr Vermächtnis?

In der Brust vom Buchner-Sepp schlägt ein grünes Herz. Und die Menschen in Steyregg, wo der Mühlviertler seit 45 Jahren auf dem Stadtamt arbeitet, früher als Gemeindebediensteter, heute als Bürgermeister, die Menschen haben das nicht immer zu schätzen gewusst.

Als der junge Sozialist seinen Genossen in den 1970er-Jahren erstmals sagte, "Leut’, das geht so nimma“, da antworteten sie: "Hoit die Goschn“.

"Die Bäume glänzten wie zu Weihnachten und im Ort kamen Kinder mit gespaltenen Gaumen zur Welt“, erzählt Josef Buchner, 69, heute. Selbst die Genossen wussten, warum: Dioxine und Stickoxide, die der Westwind von der im benachbarten Linz gelegenen Schwerindustrie herüber nach Steyregg wehte, waren schuld. Und als man in Linz und Steyregg merkte, dass der Buchner-Sepp den Mund nicht halten würde, da fragten sie ihn: "Wüst a goldene Uhr?“

Wollte er nicht. Josef Buchner wollte,


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