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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Ich habe mich verliebt. In den Onlinedienst Spotify. Bei dem kann man auf 15 Millionen Songs zugreifen. Wer nichts zahlt, kriegt den Musikstream mit Werbung. Wer fünf Euro pro Monat hinblättert, hat keine Werbung und kann die Songs auch am Smartphone anhören. Seit einer Woche gibt es Spotify in Österreich. Ein Kumpel sitzt jüngst in meiner Wohnung und sagt: "Hey, kennst du die Künstlerin XYZ?“ Nein, ich kenne sie nicht, aber Spotify kennt alle ihre Songs. Oder ich bin unterwegs und will ein spezielles Lied hören, das ich nicht auf dem iPhone gespeichert habe. Kein Problem - ich kann die Musik in der Handy-App empfangen.

Natürlich ist Spotify nicht perfekt. Man kann sich etwa nur anmelden, wenn man ein Facebook-Profil hat. Grundsätzlich geht es aber in die richtige Richtung. In Zukunft werden wir Musik nicht mehr in kleinen Portionen kaufen, in Liedern und Alben, sondern wir werden wie bei einem All-you-can-eat-Buffet zwischen allen Songs dieser Welt auswählen dürfen. Ich sage nur: Bye bye, MP3.


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