278.000 Euro für die Rundumbetreuung von traumatisierten Flüchtlingen

Stadtleben | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Seit fünf Wochen lebt Nurid nun auf dieser Welt - ein typisches Babyleben: Meist schläft er, wenn er aufwacht, saugt er an der Brust seiner Mutter. Wenn er weint, dann streichelt Malika über seine Wangen und flüstert ihm sanft etwas zu. Noch ist alles ruhig in seiner kleinen Welt. In der großen von Malika war es noch nie so ruhig wie jetzt. Deshalb verschweigt sie auch ihren wahren Namen.

Vor acht Jahren flohen sie und ihre Familie von Tschetschenien nach Österreich, schwer traumatisiert von dem, was sie in der Heimat erlebt hatten. Sie suchten um Asyl an, wurden anfangs in einem Vorarlberger Flüchtlingsheim untergebracht. Während die damals 19-jährige Malika und ihre älteren Geschwister Deutsch lernten und kleine Arbeiten in der Nachbarschaftshilfe verrichteten, gingen die Eltern bald wieder zurück in die krisengebeutelte Heimat, Malikas kleiner Schwester wegen.

Heute ist Malika 28 Jahre alt und selbst Mutter dreier Kinder. Angst hat sie nach wie vor - vor ihrer Vergangenheit


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