Kulinarische Meisterwerke I

Stadtleben | Gerichtsbericht: Werner Meisinger | aus FALTER 47/11 vom 23.11.2011

Hier und in den nächsten Folgen: kulinarische Kreationen für die Ewigkeit

Bewegende Zeiten sind dies für bekennende Genießer. Der weithin verbreiteten Verunglimpfung als Fresser ("Fresstempel“, "Fressführer“, "Fressbibel“, "Fressreise“ …) steht nun offizielle Würdigung entgegen. Denn vor kurzem wurde die französische Küche (genauer: "das gastronomische Mahl der Franzosen“) von der Unesco als immaterielles Kulturerbe klassifiziert. Vor noch kürzerem das Wiener Kaffeehaus. Diese Einrichtungen und Gebräuche stehen nun in einer glanzvollen Reihe mit erbaulichen Karnevaltraditionen, eigentümlichen Gesängen, großartigen Schnitzkünsten und einem wertvollen Wahrsagereisystem. Gutes Essen und beharrliches Kaffeehaussitzen ist mithin als schützenswert anerkannt.

Weil man vom Immateriellen nicht abbeißen kann, erhebt sich also gleich die Frage nach dem Kanon der kulinarischen Meisterwerke. Die Errichtung dieses Verzeichnisses soll hier als wertvolle Orientierungshilfe angestoßen


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