Seinesgleichen geschieht

Österreich spart Intelligenz: Selbstdegradierung als Lebenshaltung

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Zuerst fragte ich mich, was ich zu dieser Debatte wohl beitragen könne. Die Teilnehmer geboten Respekt. Carl Djerassi, die Mutter der Babypille, wie er sich selbst ironisch nennt, Chemiker von Weltruhm und seit Jahrzehnten Schriftsteller. Peter Pulzer, Historiker mit Spezialgebiet Antisemitismus, bis zu seiner Emeritierung 1996 Professor of Government and Public Administration am All Souls College in Oxford. Beide als Kinder von den Nazis aus Wien vertrieben. Dazu Josef Penninger, österreichischer Molekularbiologe, der in Kanada Karriere gemacht hatte und nach Österreich zurückkehrte, um mit dem IMBA ein Institut von Weltruf aufzubauen.

Thema war die vertriebene Intelligenz, Anlass ein schöner Film des ehemaligen Wiener ARD-Korrespondenten Büsser, Spielort das Votivkino, Veranstaltung die Jüdischen Filmwochen. Im Film wurden Djerassi, Pulzer und zwei weitere Herren befragt: der theoretische Physiker und Nobelpreisträger für Chemie Walter Kohn und der Chemiker Alfred Bader, allesamt


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