Kommentar

Eurobonds könnten die Eurozone vor dem Schlimmsten bewahren

Wirtschaftskrise

Falter & Meinung | Richard Wimmer | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Wenn man drei Viertelliter Frischmilch und einen Viertelliter Abwasser mischt, schmeckt das noch nach Milch? So ähnlich verhalte es sich, wenn man die hervorragende Bonität einiger nordeuropäischer Staaten mit jener der Krisenstaaten am Rande Europas mischt, behaupten die Skeptiker der Eurobonds. Außerdem würden Eurobonds diesen Ländern den Druck von Reformen nehmen, weil sie wieder leichter Zugang zu Geld hätten. Haben sie Recht?

Jedes Jahr müssen die Staaten der Eurozone rund 1000 Milliarden Euro refinanzieren. Die Staaten finanzieren dies - egal ob Finnland oder Österreich - über den Finanzmarkt, anders geht es momentan nicht. Im Jahresverlauf 2011 hat Österreich allein rund 23 Milliarden am Finanzmarkt aufgenommen. Jeder Euro-Staat wendet sich jedoch alleine an die Käufer von Staatsschulden.

Und der Finanzmarkt sucht täglich seinerseits mit hunderten Milliarden nach sicheren Anlagemöglichkeiten. Aber seit einiger Zeit scheuen die Geldgeber vor der Eurozone zurück. Der Geldhahn


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