Rückbau ist Fortschritt

Politik | Bericht: Joseph Gepp | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Nach einem Jahr in der Regierung nehmen sich Wiens Grüne ein Thema vor, an das sich noch keiner wagte: die Zurückdrängung des Autoverkehrs. Protokoll eines Platzkampfes

Den Autolärm der nahen Triester Straße nimmt man hier nur noch als konstantes Hintergrunddröhnen wahr. Der Belgradplatz ist ein klassischer Wiener Beserlpark in Favoriten, ein Fleck Grün im dichtverbauten Gründerzeitviertel. Parkbänke, Kinderspielplatz, Hundezone. Und eine Hütte mit zylindrischen Metallteilen auf dem Dach. Das ist jene Feinstaubmessstelle, die alljährlich eine der höchsten Belastungen im deutschen Sprachraum verzeichnet.

Wenn es kalt und grau wird, sorgt der Staub regelmäßig für Verstörung. Asthma, Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann er auslösen; trockene und windstille Witterung fördert seine Verbreitung. Rund die Hälfte des Feinstaubs stammt laut Verkehrsclub Österreich aus Autoabgasen, vor allem Dieselruß. Kritisch wird die Belastung ab 50 Mikrogramm Staub pro Kubikmeter


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